Unfallstatistik - Verkehrsmittel im Vergleich

Der Reisebus ist ein sehr sicheres Verkehrsmittel!

Die Anzahl der getöteten Businsassen lag im Jahr 2011 bei 10 Menschen – bei einer Beförderungsleistung von mehr als 5,3 Milliarden Busfahrgästen insgesamt.

An den tödlichen Unfällen war der Bus nur zu 1,67 Prozent beteiligt, während 1.986 Personen und damit 49,5 Prozent der Getöteten im Straßenverkehr als Insassen von Pkw ums Leben kamen. Selbst im Vergleich zum Fahrrad mit 399 Getöteten ist der Bus eines der sichersten Verkehrsmittel.

In den Jahren 2000 bis 2011 kamen auf Deutschlands Straßen insgesamt 176 Personen bei Unfällen mit Bussen ums Leben. Zum Vergleich: Bei Unfällen mit dem Pkw starben im gleichen Zeitraum 45.495 Menschen. Die Todeszahlen im Pkw-Verkehr waren damit im Vergleich zum Busverkehr um rund das 260-Fache höher. Nur 3,4 Prozent der Personen, die bei Straßenverkehrsunfällen in einem Bus verletzt wurden, saßen in einem Reisebus.

Auch im Vergleich nach geleisteten Personenkilometern schneidet der Bus überdurchschnittlich gut ab. Von 2000 bis 2009 starben Pro Milliarde Personenkilometer statistisch gesehen 0,19 Businsassen, bei der Bahn waren es 0,31 Fahrgäste*. Personenkilometer errechnen sich durch Multiplikation der Insassenzahlen mit der zurückgelegten Fahrtstrecke.

*) Quelle: Omnibusverband Hessen

Absolute Anzahl im Personenverkehr getöteter Insassen in Deutschland **

  2007 2008 2009 2010 2011
motorisierter Individualverkehr * 3.532 3.134 2.859 2.549 2.764
Fußgänger 695 653 591 476 614
Fahrräder 425 456 462 381 399
Güterkraftfahrzeuge 215 183 164 162 174
Bahn 3 1 3 0 9
Flugverkehr 30 47 40 31 k.A.
Bus 26 10 12 32 10
insgesamt 5.039 4.600 4.260 3.631 3.970

*   Pkw, Motorrad, Mofa, Moped
**  Nicht erfasst sind sonstige Kraftfahrzeuge

Quelle: Statistisches Bundesamt, Eisenbahn-Bundesamt

Statistik zum Schülerunfallgeschehen in Deutschland

Im Bereich der nicht privaten Verkehrsmittel entfallen 5,7 Prozent des Straßenverkehrsunfallgeschehens auf die Beförderung der Schüler mit Schulbussen. Knapp 6,8 Prozent betrafen motorisierte Zweiräder, fast 9,2 Prozent der Unfälle waren Fußgängerunfälle. Am gefährlichsten waren Fahrrad (45,9 Prozent) und Pkw (20,5 Prozent).

Schülerunfälle 2011 nach Art der Verkehrsbeteiligung

Art der Verkehrsbeteiligung   Anzahl Anteil in %
Ohne Verkehrsmittel Fußgänger 4.682 9,16 9,16
Privates Verkehrsmittel Fahrrad 23.461 45,9 75,24
  Motorisiertes Zweirad 3.457 6,76
  Pkw 10.488 20,52
  Sonstiges privates Verkehrsmittel
inkl. ohne nähere Angaben
1.054 2,06
Öffentliches Verkehrsmittel Schulbus 2.924 5,72 8,57
  Sonstiger Bus/Sonstige
öffentliche Verkehrsmittel
1.105 2,16
  Schienengebundenes Fahrzeug 351 0,69
Sonstige   3.595 7,03 7,03
insgesamt   51.117 100,0 100,0

*) inkl. Straßenverkehrsunfälle im engeren Sinn

Quelle: DGUV 2011

© Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V., Reinhardtstraße 25, 10117 Berlin

Grafik downloaden

Sicherheit in Serie

Sicherheitsfaktor Nr. 1 sind die Busfahrerinnen und -fahrer. Profis, die ihr Handwerk verstehen. Sie verfügen neben dem „normalen“ Führerschein über einen Personenbeförderungsschein. Zur Führerscheinverlängerung im Abstand von fünf Jahren sind ein Gesundheits-Check sowie eine augenärztliche Untersuchung erforderlich. Busfahrer ab dem 50. Lebensjahr müssen außerdem eine Untersuchung zu Orientierungsleistung, Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit und Reaktionsgeschwindigkeit durchlaufen. Für alle Busfahrer gilt absolutes Alkoholverbot.

Zusätzlich nehmen Busfahrer regelmäßig an Programmen und Seminaren zur Aus- und Weiterbildung in fahrerischen, technischen und sicherheitsrevelanten Bereichen teil.

Die Technik dient dem Menschen. Das beweist die hervorragende Sicherheitsbilanz des Busses. Die Omnibushersteller wissen um ihre Verantwortung und bringen die neueste verfügbare Sicherheitstechnik schnellstmöglich zur Serienreife, wann immer dies machbar und wirtschaftlich vertretbar ist. In den letzten Jahren wurde beispielsweise die Steifigkeit der Fahrgastzelle verbessert und damit überrollstabil gemacht. Übrigens: Die deutsche Reisebusflotte ist die jüngste und modernste in Europa.

Auch zahlreiche elektronische Sicherheitskomponenten sind im Bus neu zum Einsatz gekommen und gehören heute zur Standardausrüstung. Sie verbessern unter anderem das Bremsverhalten oder unterstützen den Fahrer bei seinen Überwachungsaufgaben, so dass er seine volle Aufmerksamkeit dem Verkehrsgeschehen widmen kann.

Drei Säulen der Sicherheit im Reisebus

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Deshalb müssen Busse jedes Jahr zur Hauptuntersuchung und werden ab dem vierten Jahr der Zulassung zusätzlich vierteljährlich einer sogenannten Sicherheitsprüfung unterzogen. Im zweiten und dritten Jahr erfolgt diese Prüfung je einmal. Die Omnibushersteller und -betreiber setzen alles daran, dass der Bus das sicherste Verkehrsmittel bleibt.

Alles, was das Fahren sicherer macht – der Bus hat's.

Quelle: bdo e.V.