Unfallstatistik - Verkehrsmittel im Vergleich

Der Reisebus ist ein sehr sicheres Verkehrsmittel!

Die Anzahl der getöteten Businsassen lag im Jahr 2010 bei 32 Menschen – bei einer Beförderungsleistung von mehr als 5,2 Milliarden Busfahrgästen insgesamt.

An den tödlichen Unfällen war der Bus nur zu 0,9 Prozent beteiligt, während 1.840 Personen und damit 50,4 Prozent der Getöteten im Straßenverkehr als Insassen von Pkw ums Leben kamen. Selbst im Vergleich zum Fahrrad mit 381 Getöteten ist der Bus eines der sichersten Verkehrsmittel.

In den Jahren 2000 bis 2010 kamen auf Deutschlands Straßen insgesamt 166 Personen bei Unfällen mit Bussen ums Leben. Zum Vergleich: Bei Unfällen mit dem Pkw starben im gleichen Zeitraum 43.507 Menschen. Die Todeszahlen im Pkw-Verkehr waren damit im Vergleich zum Busverkehr um mehr als das 260-Fache höher. Bei der Bahn waren es in den Jahren 2000 bis 2009 allein 228 getötete Personen. Nur 4,6 Prozent der Personen, die bei Straßenverkehrsunfällen in einem Bus verletzt wurden, saßen in einem Reisebus.

Auch im Vergleich nach geleisteten Personenkilometern schneidet der Bus überdurchschnittlich gut ab. Von 2000 bis 2009 starben Pro Milliarde Personenkilometer statistisch gesehen 0,19 Businsassen, bei der Bahn waren es 0,31 Fahrgäste*. Personenkilometer errechnen sich durch Multiplikation der Insassenzahlen mit der zurückgelegten Fahrtstrecke.

*) Quelle: Omnibusverband Hessen

Absolute Anzahl im Personenverkehr getöteter Insassen in Deutschland **

  2000 2007 2008 2009 2010
motorisierter Individualverkehr * 5.498 3.532 3.134 2.859 2.549
Fußgänger 993 695 653 591 476
Fahrräder 659 425 456 462 381
Güterkraftfahrzeuge 279 215 183 164 162
Bahn 51 116 117 132 k.A.
Flugverkehr 35 30 47 40 31
Bus 9 26 10 12 32
insgesamt 7.524 5.039 4.600 4.260 3.631

*   Pkw, Motorrad, Mofa, Moped
**  Nicht erfasst sind sonstige Kraftfahrzeuge

Quelle: Destatis

Statistik zum Schülerunfallgeschehen in Deutschland

4,9 Prozent der Personen, die 2009 bei Straßenverkehrsunfällen in einem Bus verletzt wurden, waren Fahrgäste in einem Schulbus. Knapp zehn Prozent betrafen motorisierte Zweiräder, fast acht Prozent der Unfälle waren Fußgängerunfälle. Am gefährlichsten waren Fahrrad (47,3 Prozent) und Pkw (18,1 Prozent).

Schülerunfälle 2009 nach Art der Verkehrsbeteiligung

Art der Verkehrsbeteiligung   Anzahl Anteil in %
Ohne Verkehrsmittel Fußgänger 4.449 7,97 7,97
Privates Verkehrsmittel Fahrrad 26.429 48.8 78,09
  Motorisiertes Zweirad 5.537 9,92
  Pkw 10.125 18,14
  Sonstiges privates Verkehrsmittel
inkl. ohne nähere Angaben
1.192 2,67
Öffentliches Verkehrsmittel Schulbus 2.736 4,9 6,86
  Sonstiger Bus/Sonstige
öffentliche Verkehrsmittel
824 1,48
  Schienengebundenes Fahrzeug 271 0,49
Sonstige   3.952 7,08 7,08
insgesamt   55.815 100,0 100,0

*) inkl. Straßenverkehrsunfälle im engeren Sinn

Quelle: DGUV 2010

© Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V., Reinhardtstraße 25, 10117 Berlin

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Sicherheit in Serie

Sicherheitsfaktor Nr. 1 sind die Busfahrerinnen und -fahrer. Profis, die ihr Handwerk verstehen. Sie verfügen neben dem „normalen“ Führerschein über einen Personenbeförderungsschein. Zur Führerscheinverlängerung im Abstand von fünf Jahren sind ein Gesundheits-Check sowie eine augenärztliche Untersuchung erforderlich. Busfahrer ab dem 50. Lebensjahr müssen außerdem eine Untersuchung zu Orientierungsleistung, Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit und Reaktionsgeschwindigkeit durchlaufen. Für alle Busfahrer gilt absolutes Alkoholverbot.

Zusätzlich nehmen Busfahrer regelmäßig an Programmen und Seminaren zur Aus- und Weiterbildung in fahrerischen, technischen und sicherheitsrevelanten Bereichen teil.

Die Technik dient dem Menschen. Das beweist die hervorragende Sicherheitsbilanz des Busses. Die Omnibushersteller wissen um ihre Verantwortung und bringen die neueste verfügbare Sicherheitstechnik schnellstmöglich zur Serienreife, wann immer dies machbar und wirtschaftlich vertretbar ist. In den letzten Jahren wurde beispielsweise die Steifigkeit der Fahrgastzelle verbessert und damit überrollstabil gemacht. Übrigens: Die deutsche Reisebusflotte ist die jüngste und modernste in Europa.

Auch zahlreiche elektronische Sicherheitskomponenten sind im Bus neu zum Einsatz gekommen und gehören heute zur Standardausrüstung. Sie verbessern unter anderem das Bremsverhalten oder unterstützen den Fahrer bei seinen Überwachungsaufgaben, so dass er seine volle Aufmerksamkeit dem Verkehrsgeschehen widmen kann.

Drei Säulen der Sicherheit im Reisebus

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Deshalb müssen Busse jedes Jahr zur Hauptuntersuchung und werden ab dem vierten Jahr der Zulassung zusätzlich vierteljährlich einer sogenannten Sicherheitsprüfung unterzogen. Im zweiten und dritten Jahr erfolgt diese Prüfung je einmal. Die Omnibushersteller und -betreiber setzen alles daran, dass der Bus das sicherste Verkehrsmittel bleibt.

Alles, was das Fahren sicherer macht – der Bus hat's.

Quelle: bdo e.V.